Fachberatung für Kinder und Jugendliche

Fachberatung für Kinder und Jugendliche – eine Haltung der Zugänglichkeit und Beteiligung

Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört zu werden – besonders dann, wenn es um ihr Wohl, ihre Beteiligung oder ihren Schutz geht.
In der Praxis gibt es jedoch bislang nur wenige unabhängige und niedrigschwellige Angebote, die sich gezielt an junge Menschen selbst richten. Oft sind Fachberatungen in erster Linie für Erwachsene konzipiert – für Fachkräfte, Eltern oder Sorgeberechtigte.

Kinder und Jugendliche haben dagegen selten die Möglichkeit, sich direkt und vertraulich an eine unabhängige Fachperson zu wenden.

Ein zentraler Bestandteil dieser Fachberatung ist es, Kinder und Jugendliche darin zu stärken, ihre Rechte und Pflichten zu kennen und wahrnehmen zu können.
Sie sollen erleben, dass sie Verantwortung übernehmen können, dass Hilfe ein Prozess ist und dass sie nicht allein sind, wenn sie sich unwohl fühlen.
Sie sollen erfahren, dass ihre Beteiligung ernst genommen wird und ihre Sichtweisen Einfluss auf Entscheidungen haben.

Dazu gehören Fragen wie:

  • Was sind eigentlich meine Rechte – und wo liegen meine Pflichten?
  • Wo darf ich Nein sagen, ohne dass mir daraus Nachteile entstehen?
  • Wie kann ich sagen, dass eine Person oder ein Hilfsangebot nicht zu mir passt, ohne dadurch das Recht auf Unterstützung zu verlieren?
  • Wie kann ich Kritik äußern oder eine Grenze benennen, ohne Angst vor Konsequenzen zu haben?

Ich entwickle derzeit ein Konzept einer Fachberatung für Kinder und Jugendliche, das Beratung als Haltung versteht: offen, zugewandt, vertrauensbildend, unabhängig und wertfrei.

Diese Haltung zeigt sich unter anderem in der Idee einer Kindersprechstunde – einem geschützten Raum, der regelmäßig, innerhalb oder außerhalb der Einrichtung, stattfindet.
Hier können Kinder und Jugendliche Fragen stellen, Sorgen teilen oder einfach erleben, dass es eine unabhängige Person gibt, die für sie da ist.
Dabei geht es nicht um formalisierte Verfahren, sondern um echte Begegnung auf Augenhöhe – um Zugänglichkeit, Vertrauen und Beteiligung.

Das Konzept befindet sich aktuell in der Entwicklung und versteht sich weniger als fertige Methode, sondern als Haltung professioneller Offenheit und Beziehungsgestaltung.
Es geht darum, Strukturen zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche wirklich mitreden, mitgestalten und Unterstützung finden können – unabhängig davon, ob ein akuter Konflikt oder eine Schutzfrage besteht.

Sollten Sie Interesse an dieser Form der Beteiligung haben, lade ich Sie herzlich ein, das Konzept gemeinsam mit mir weiterzuentwickeln und an Ihre Einrichtung anzupassen.

Ziel dieser Arbeit ist es, Beteiligung praktisch erfahrbar zu machen und Kinderrechte lebendig und spürbar werden zu lassen.


 

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